Samstag, 16. November 2013

Das 11. Gebot

Dieser Tage kam das Buch "Das 11. Gebot: Du sollst nicht darüber sprechen" von Daniel Bühling heraus und sorgt seither für Wirbel. Spiegel titelt (hier) pünktlich zu St. Martin: "Buch über Priesterausbildung: Hölle auf Erden". Auch das auf Spiegel-Niveau gehaltene Einbandbild passt ganz gut dazu.
Ich habe das Buch noch nicht gelesen und erwarte mir auch keine neuen Erkenntnisse davon. Ich halte es aber dennoch für wichtig.

Vor sechs Monaten habe ich mich bereits genau darüber geäußert und für mein Empfinden bereits alles gesagt. Um mich nicht zu wiederholen: Bitte HIER klicken!
Das Buch ist nun genau das, was ich damals "prophezeiht" habe...  und ich hoffe sehr, dass jetzt, in dem Sinne, wie ich es damals beschrieben habe, etwas passiert. Natürlich vereinfacht und verallgemeinert Bühling auch zuweilen über gebühr. Und anscheinend glaubt er wirklich, dass die Kirche Sex als Sünde betrachtet (jedenfalls behauptet er genau das gleich zweimal in diesem Interview). Aber im Wesentlichen beschreibt er wohl leider die Wirklichkeit!


PS. Eine wie große "Sünde" Sex ist, mag ein kurzes Zitat von Pius XII. illustrieren, auf das ich dieser Tage stieß (weil ein simpler Verweiß auf eine beliebige Lehräußerung der letzten 50 Jahre diesbezüglich - die dieses Vorurteil umgehend zerstören würde - auch wirklich zu leicht und für jeden möglich wäre):
»Derselbe Schöpfer, der in seiner Güte und Weisheit zur Erhaltung und Vermehrung des Menschengeschlechts sich des Wirkens von Mann und Frau in der ehelichen Vereinigung bedient, hat auch gewollt, dass die Ehegatten bei diesem Tun in Körper und Geist eine Lust und ein Glücksgefühl verspühren. Wenn also die Ehegatten diese Lust suchen und genießen, so tun sie nichts Böses; sie nehmen an, was ihne der Schöpfer bestimmt hat.« (Aus einer Ansprache an Neuvermählte, 1951)

Kommentare:

  1. Mutmaßlich Schrott, der sich etwas deftiger an Berger dranhängt, das Thema entsprechend aufbauscht und vor allem die Kasse klingeln lassen soll. Das dazu offenbar eine Co-Autorin nötig war, mag viel über die Qualität des Autors verraten ...

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  2. Habe aehnliche, zum Teil identische, Erfahrungen gemacht wie besagter Autor. Das Erlebte war auch der Grund, dass ich damals die Kirche verlassen habe (1985 wieder eingetreten). Anstatt Seelsorger bin ich dann Seelenklempner geworden.

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  3. Interessant, dass der Regens des augsburger Seminars ( hier ) sich zwar zu dem Buch äußert, aber nicht auf die im Buch erhobenen Vorwürfe/Enthüllungen eingeht... Zu sagen, solche Eskapaden "wären auch in einem Priesterseminar niemals geduldet worden" ist kein Gegenargument... es ist noch nichtmal ein Dementi.

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