Freitag, 10. Januar 2014

Ehe und Sexualität in der Lehre der Kirche

Sieger Köder - Schöpfung (Detail)
Habe hier schon verschiedentlich selbst darüber geschrieben, ist aber lohnend und beruhigend, das mal aus "offiziellem" Munde zu vernehmen (hier):

»Zu sagen [ist], dass die tatsächliche Lehre der Kirche über Jahrzehnte hinweg im deutschen Sprachraum erfolgreich verschwiegen, bzw. in den wesentlichen und entscheidenden Teilen bewusst falsch auf den Universitäten und in den Seminaren gelehrt wurde.
Bereits ein Jahr vor der Veröffentlichung der Enzyklika Humanae vitae wurde bei einer großen Tagung der deutschsprachigen Moraltheologen mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Lehre der Kirche auf jeden Fall geändert werden müsse. Für diese Theologen war die Veröffentlichung der Enzyklika „Humanae vitae“ ein Schock und ein Affront.
Sowohl „Gaudium et spes“, wie auch „Humanae vitae“ und „Familiaris consortio“ sind unter Gläubigen praktisch nicht bekannt, abgesehen von kleinen Zellen von Gläubigen, die voll und ganz dahinter stehen, innerkirchlich jedoch an den Rand gedrängt und vielfach vernachlässigt werden.
Eine systematische Heranbildung der Gläubigen erfolgt nicht, bzw. wurde und wird bewusst unterdrückt.
Diejenigen, die trotzdem Zugang zur tatsächlichen Lehre der Kirche finden, empfinden die Lehre als bereichernd und erfüllend für ihr Leben als Christen und Eheleute.
Die Pastoralprogramme sind meist wenig hilfreich, weil sie entweder in den wesentlichen Punkten mehrdeutig formuliert sind oder ganz bewusst die Lehre der Kirche ablehnen oder für unlebbar erklären. Die Pastoralprogramme befassen sich vielfach nur damit, Rechtfertigungen für die Scheidung und Wiederverheiratung zu bieten und einen Zugang zu den Sakramenten doch zu rechtfertigen. Es wird dabei ein völlig verzerrter und falscher Begriff von Barmherzigkeit verwendet.«

(Helmut Prader, Bischofsvikar in der Diözese St. Pölten, in einem Kommentar zum "vartikanischen Fragebogen")

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