Donnerstag, 22. August 2013

Weltveränderung

Ein eigenartiges Gefühl befällt mich dieser Tage. Es ist erst ein paar Jahre her, da wurde ich in den Schoß der Kirche aufgenommen. Damals war eine Erkenntnis die ich gewann die, dass ich in einem christlichen Kulturkreis lebe. Selbst wenn es vielen nicht mehr bewusst ist, ist man doch ständig von christlichen Symbolen, Bräuchen und Bauten umgeben und man orientiert sich auch im Großen und Ganzen wie selbstverständlich an einer christlichen Moral.

In den paar Jahren nun, seit ich in den Schoß der Kirche aufgenommen wurde, hat sich dieser Eindruck dahingehend gewandelt, dass nun scheinbar immer mehr Menschen, v.a. ideologische Minderheiten, Parteien und sonstige Interessengruppen (etwa in der Wirtschaft) sich der oben beschriebenen Tatsache bewusst geworden sind und nun aktiv und ohne Rücksicht auf Verluste dagegen arbeiten. Sei es die rechtliche Gleichstellung Homosexueller, die den Artikel 6 des Grundgesetzes de facto zerstört, sei es die Idee, in Berlin Kreuzberg religiöse Feste nicht mehr als solche benennen zu dürfen, sei es das exponentielle Wachstum der Gender-Ideologie und ihrer lächerlichen "Errungenschaften", sei es das neurotische Beleidigtsein und Angegriffenfühlen von religiösen Symbolen im öffentlichen Raum, sei es die schon verschiedentlich angestrebte "Säkularisierung" solcher Nebensachen wie Weihnachtsbeleuchtungen in Einkausfstraßen oder die Umbenennung christlicher Festivitäten mit Rücksicht auf den  ungehemmten Konsum. An allen Ecken scheint es einen richtigen Krieg gegen das christliche Erbe zu geben. Eine gewaltsame Entchristlichung.
Klar, dass der Konsumismus schleichend den Theismus ersetzt, ist nicht neu. Aber so aggressiv?

Geht es nur mir so, oder ist die Atmosphäre in den letzten paar Jahren tatsächlich in außerordentlichem Maße angespannter, feindseliger und antichristlicher geworden?

Kommentare:

  1. Klare Antwort: Nein, es geht nicht nur Dir so!
    Ziehen wir uns warm an.
    Und vertrauen wir uns Gottes Vorsehung an.

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  2. Sehe ich ähnlich - wobei das auch damit zusammenhängen mag, daß man solche "Botschaften" einfacher - und lauter - an den Mann bringen kann. Die damit verbundene Möglichkeit einer wenig aufwendigen Vernetzung ähnlicher Gruppen tut ein Übriges, daß die entsprechenden Initiativen an Stärke zunehmen - das befruchtet sich alles gegenseitig.

    Gegenstrategien müßten her, erster Impulsgeber hierzulande müßte die DBK sein. Und damit ist ein Teil des Elends auch schon angedeutet ...

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  3. Es GIBT eine Gegenstrategie! Die Kette mit den Perlen dran, genannt Rosenkranz!!!
    Orate fratres!!!

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