Freitag, 15. August 2014

in den Himmeln

O welch herrliches Licht strahlst du hernieder,
Kind, dem Königsgeschlecht Davids entsprossen,
Die erhaben du thronst, Jungfrau Maria,
Über Dunkel und Dunst hoch in den Himmeln.


Du hast, Mutter, dem Herrn englischer Heerschar
Mit jungfräulicher Scham, Keusche, die Stätte
Deiner heiligen Brust freundlich bereitet:
Und im Fleische ward Gott, Christus geboren,


Dem Anbetung und Preis bringen die Welten,
Dem die Knie sich hier demütig beugen,
Von dem unser Gebet, hilfst du uns bitten,
Fleht um Schwinden der Nacht, freuden des Lichtes.


Vater strahlenden Lichts, dieses vergönne
Mit dem eigenen Sohn, Heiligem Geiste,
Der im Glanze mit dir lebt in den Himmeln
Und beherrschend erhält alle Welten.


(Der Hymnus "O quam glorifica luce" des Hucbaldus de Sancto Amando - † 930 -,
der als "Erfinder des Mittelalters auf dem Gebiet der Musik" gilt;
Übersetzung von Friedrich Wolters)

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