Donnerstag, 10. November 2011

"Heilige" Messe

Das Pfarrer kommt zwei Minuten vor Beginn der Messe endlich in die Sakrtistei. Der genervte Messner hilft bei der Einkleidung, die Ministranten reißen Witze.
Der Lektor stolpert herein, bekommt gesagt, was er lesen soll und ab.
"Unsere Hilfe ist im Namen des HErrn..."


Huhn oder Ei: Ist dieses alltägliche Szenario der Grund für die Geringachtung dessen, was eigentlich "Quelle" und "Höhepunkt" alles kirchlichen Tuns ist (SC 10), oder ist es nur ein Symptom?
Ich weiß es ehrlich nicht!

Sollte man nicht meinen, so eine heilige Messe müsste adäquat vorbereitet sein? Ist es zuviel verlangt, dass ein Lektor wenigstens einmal das vorher lesen und bedenken sollte, was er hernach verkündigen soll? Ist es vorstellbar, dass er beim ihm zugetragenen Akt, der vormals nicht grundlos einem Weiheamt vorbehalten war, in prima vista wirklich voll bei der Sache ist und weiß was er da vorträgt? Wenn man sich einschlägige Literatur (pastorale Leitlinien etc.) so anschaut, bekommt man den Eindruck, dass es entscheidender für einen Lektor ist, dass er Augenkontakt mit seinen Zuhörern sucht, als dass er selber begreift, was er ließt.

Was den Zelebranten anlangt... Ist es vorstellbar, dass er, gerade noch schnaubend in die Sakristei gestürzt, nachdem er sich von Schreibtisch und Kugelschreiber losgerissen, sogleich in der rechten innerer Haltung am Altar steht? (<schwerm> Stufengebet... hach... </schwerm>)

Natürlich kann man niemandem ins Herz schauen. Aber ein gemeinsames Gebet von Priester und MInistranten zur "Bereitung" auf die Messe ist doch nicht zuviel verlangt... oder? Wenigstens ein Moment der Ruhe und Besinnung muss doch immer drin sein!

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