Mittwoch, 23. Oktober 2013

Kirchenschmerz

Analog zum Weltschmerz.

Auf die Ehrfurcht und den Gehorsam, den jeder Priester dem Bischof (und seinen Nachfolgern) bei der Weihe verspricht, kann man ja im allgemeinen nichts mehr setzen. Das beweisen nun auch die Herren Domkapitulare in Limburg, die in ihrer Pressekonferenz (hier anzuschauen) keinen Hehl daraus machen, dass sie ihren Bischof schlicht und ergreifend nicht mehr haben wollen. Christliche Tugenden werden zur Gänze ausgeklammert, man will den einfachen, den bequemn Weg gehen.
Kein Schelm ist, wer dabei daran denkt, dass dies ja seit der Bestellung von TvE das Anliegen nicht weniger hoher Herren in diesem Bistum war. Sie tun also fleißig alles dafür, um nun doch noch erfolgreich zu sein, da ihnen der Papst den Gefallen nicht tat.


In Anbetracht dieser schändlichen und für mich zutiefst schmerzlichen Untreue, die da frank und frei vor laufender Kamera ins Mikro diktiert wird, wäre es vielleicht wirklich besser, ein neuer Mann käme nach Limburg... der müsste dann allerdings den ganzen Saustall radikal ausmisten. Als ich mir das Interview anschaute kamen mir verschiedene Bilder in den Kopf...: Eine unschön anzusehende Bauruine, ein stinkender Misthaufen, eine mafiöse Skatrunde, ein Verbrecher der alles tut um seine eigene Haut zu retten, jemand der über Leichen geht, ein Nachtreter, ein Inquisitionsgericht wie es das Klischee darstellt.

Schrecklich. Was ich in meinem ersten (und einzigen) Kommentar zu dieser ganzen Geschichte (hier) schrieb ist nun ungeschminkt öffentlich geworden. Einfach nur traurig.

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag. Ja, es ist furchtbar bedrückend. Nun schafft die hetzende Meute es auf diese Art und Weise, dass die katholische Kirche in dem Schmutz landet, in den sie getreten wird. Ich bin auch traurig. Es ist eine Prüfung, da bin ich mir sicher - da heißt es beten - und durchhalten.

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  2. So ungefähr hätte eine Pressenkonferenz aussehen können, in der Claudius seine Thronbesteigung nach dem unglücklichen Todesfall des Königs Hamlet verkündet, wenn W. Sh. solche schon gekannt hätte.

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  3. So hat mein Blog angefangen: mit Bischof Mixa ...
    Sowas tut einfach nur weh ...

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  4. Irgendwo in dem Interview verwehrt sich die Gruppe des Vorwurfs mehr in Richtung Protestantismus als Katholizismus zu gehen und beteuert ihr Pflichtbewusstsein.
    Insofern passt das Dokument sehr schön zum heute bekannt gewordenen Rundbrief des Dekans, in welchem er gegen die Entscheidung des Papstes angeht und die Rückkehr mit "allen ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten" verhindern will.
    Demut und Treue stelle ich mir irgendwie anders vor.

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