Der Kreuzknappe (klick) verlautet heute, sich aus der Bloggerei zurückzuziehen.
Sehr schade.
Sonntag, 9. November 2014
Dienstag, 4. November 2014
In Freiburg nichts Neues
Vor etwas mehr als 5 Monaten wurde dem Erzbistum Freiburg ein neuer Bischof geschenkt.
Und seit Stephan Burger im Amt ist, ist es hier erstaunlich ruhig. Keine Skandale, keine Ungehorsamsaufrufe, keine offiziösen Alleingänge gegen die Weltkirche... nicht mal mit dem Zwischenbericht der römischen Synode gerechtfertigte und medial herumposaunte Rechtsbrüche sind zu verzeichnen. (Jedoch mag Letzteres daran liegen, dass bereits alles posaunt wurde, was nur zu posaunen geht... vgl. z.B. das hier aus dem Jahr 2012.)
Ich bin ganz froh darum, einmal vermelden zu dürfen, dass es nichts zu vermelden gibt aus dem badischen Bistum.
Der Bischof äußert sich nicht zu "heißen Themen", sondern tut, was einem Bischof gut ansteht: Er lernt sein Bistum kennen (und lässt sich kennenlernen) indem er eine Gemeinde nach der anderen besucht. Hier ein Patrozinium, dort ein Jubiläum, dort eine Wallfahrt, oder einfach so... Recht so!
Und seit Stephan Burger im Amt ist, ist es hier erstaunlich ruhig. Keine Skandale, keine Ungehorsamsaufrufe, keine offiziösen Alleingänge gegen die Weltkirche... nicht mal mit dem Zwischenbericht der römischen Synode gerechtfertigte und medial herumposaunte Rechtsbrüche sind zu verzeichnen. (Jedoch mag Letzteres daran liegen, dass bereits alles posaunt wurde, was nur zu posaunen geht... vgl. z.B. das hier aus dem Jahr 2012.)
Ich bin ganz froh darum, einmal vermelden zu dürfen, dass es nichts zu vermelden gibt aus dem badischen Bistum.
Der Bischof äußert sich nicht zu "heißen Themen", sondern tut, was einem Bischof gut ansteht: Er lernt sein Bistum kennen (und lässt sich kennenlernen) indem er eine Gemeinde nach der anderen besucht. Hier ein Patrozinium, dort ein Jubiläum, dort eine Wallfahrt, oder einfach so... Recht so!
Sonntag, 2. November 2014
der österliche Mensch!
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| von Chris: hier |
der den Tod hinter sich
und das Leben vor sich hat,
der nicht zu vergessen braucht,
weil ihm vergeben ist
und er vergeben hat,
der vor nichts zu fliehen braucht,
weil er durch verschlossene Türen kommen
und über Abgründe gehen kann,
der sich nicht zu ängstigen braucht,
weil er immer unterwegs ist
zu einem und mit einem,
der ihn grenzenlos liebt.
frei ist der Mensch, der zu allen offen ist,
weil er alle
in sein Herz geschlossen hat.
frei ist der Mensch,
der jenseits der Wunder lebt:
der österliche Mensch.
(Klaus Hemmerle)
Freitag, 31. Oktober 2014
Zum Refomationstag
Kan. 1. Wer sagt, der Mensch könne durch seine Werke, die durch die Kräfte der menschlichen Natur oder vermittels der Lehre des Gesetzes getan werden, ohne die göttliche Gnade durch Christus Jesus vor Gott gerechtfertigt werden: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 2. Wer sagt, die göttliche Gnade werde durch Christus Jesus allein dazu geschenkt, daß der Mensch leichter gerecht leben und das ewige Leben verdienen könne, so als ob er durch den freien Willen ohne Gnade beides - wenn auch nur mühsam und schwer - könnte: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 3. Wer sagt, der Mensch könne ohne die zuvorkommende Einhauchung des Heiligen Geistes und seine Hilfe glauben, hoffen und lieben, oder Buße tun, wie es nötig ist, daß ihm die Gnade der Rechtfertigung verliehen wird: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 4. Wer sagt, der von Gott bewegte und erweckte freie Wille des Menschen wirke durch seine Zustimmung zu der Erweckung und dem Ruf Gottes nichts dazu mit, sich auf den Empfang der Rechtfertigungsgnade zuzurüsten und vorzubereiten, und er könne nicht widersprechen, wenn er wollte, sondern tue wie etwas Lebloses überhaupt nichts und verhalte sich rein passiv: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 5. Wer sagt, der freie Wille des Menschen sei nach der Sünde Adams verloren und ausgelöscht worden, oder es gehe nur um eine Bezeichnung, ja, eine Bezeichnung ohne Inhalt, schließlich um eine vom Satan in die Kirche eingeführte Erdichtung: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 6. Wer sagt, es stehe nicht in der Macht des Menschen, seine Wege schlecht zu machen, sondern Gott wirke die schlechten Werke so wie die guten, nicht nur, indem er sie zuläßt, sondern auch im eigentlichen Sinne und durch sich, so daß der Verrat des Judas nicht weniger sein eigenes Werk ist als die Berufung des Paulus: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 7. Wer sagt, alle Werke, die vor der Rechtfertigung geschehen, gleichgültig, auf welche Weise sie geschehen sind, seien in Wahrheit Sünden bzw. verdienten den Haß Gottes; oder je angestrengter sich einer bemühe, sich auf die Gnade vorzubereiten, desto schwerer sündige er: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 8. Wer sagt, die Furcht vor der Hölle, durch die wir unsere Zuflucht zur Barmherzigkeit Gottes nehmen, indem wir über die Sünden Schmerz empfinden, oder uns vom Sündigen enthalten, sei Sünde oder mache die Sünder noch schlechter: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 9. Wer sagt, der Gottlose werde allein durch den Glauben gerechtfertigt, so daß er (darunter) versteht, es werde nichts anderes erfordert, wodurch er zur Erlangung der Rechtfertigungsgnade mitwirke, und es sei keineswegs notwendig, daß er sich durch seine eigene Willensregung vorbereite und zurüste: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 10. Wer sagt, die Menschen würden ohne die Gerechtigkeit Christi, durch die er für uns Verdienste erwarb, gerechtfertigt oder seien formal durch eben diese gerecht: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 11. Wer sagt, die Menschen würden entweder allein durch die Anrechnung der Gerechtigkeit Christi oder allein durch die Vergebung der Sünden ohne die Gnade und Liebe gerechtfertigt, die in ihren Herzen durch den Heiligen Geist ausgegossen wird und ihnen einwohnt; oder auch, die Gnade, durch die wir gerechtfertigt werden, sei nur die Gunst Gottes: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 12. Wer sagt, der rechtfertigende Glaube sei nichts anderes als das Vertrauen in die göttliche Barmherzigkeit, die um Christi willen die Sünden vergibt; oder es sei allein dieses Vertrauen, durch das wir gerechtfertigt werden: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 13. Wer sagt, um die Vergebung der Sünden zu erlangen, sei es für jeden Menschen notwendig, fest und ohne jeden Zweifel wegen der eigenen Schwachheit und Unzulänglichkeit zu glauben, daß ihm die Sünden vergeben sind: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 14. Wer sagt, der Mensch werde deshalb von seinen Sünden losgesprochen und gerechtfertigt, weil er fest glaube, er werde losgesprochen und gerechtfertigt; oder in Wahrheit sei nur der gerechtfertigt, der glaubt, er sei gerechtfertigt, und allein durch diesen Glauben werde die Lossprechung und Rechtfertigung vollendet: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 15. Wer sagt, der wiedergeborene und gerechtfertigte Mensch sei aufgrund des Glaubens gehalten, zu glauben, er gehöre sicher zur Zahl der Voherbestimmten: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 16. Wer mit absoluter und unfehlbarer Sicherheit sagt, er werde jene große Gabe der Beharrlichkeit bis zum Ende sicher haben, ohne daß er dies aus einer besonderen Offenbarung erfahren hätte: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 17. Wer sagt, die Gnade der Rechtfertigung werde nur den zum Leben Vorherbestimmten zuteil, alle übrigen aber, die gerufen werden, würden zwar gerufen, aber nicht die Gnade empfangen, da sie ja durch die göttliche Macht zum Bösen vorherbestimmt seien: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 18. Wer sagt, die Gebote Gottes seien auch für einen gerechtfertigten und unter der Gnade stehenden Menschen unmöglich zu beobachten: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 19. Wer sagt, im Evangelium sei nichts vorgeschrieben außer dem Glauben, das übrige sei gleichgültig, weder vorgeschrieben noch verboten, sondern frei; oder die zehn Gebote hätten keine Bedeutung für die Christen: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 20. Wer von einem gerechtfertigten und noch so vollkommenen Menschen sagt, er sei nicht gehalten zur Beobachtung der Gebote Gottes und der Kirche, sondern nur zum Glauben, so als ob das Evangelium die bloße und unbedingte Verheißung des ewigen Lebens sei, ohne die Bedingung, die Gebote zu beobachten: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 21. Wer sagt, Christus Jesus sei von Gott den Menschen geschenkt worden als Erlöser, dem sie vertrauen sollen, nicht auch als Gesetzgeber, dem sie gehorchen sollen: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 22. Wer sagt, der Gerechtfertigte könne ohne die besondere Hilfe Gottes in der empfangenen Gerechtigkeit verharren, oder er könne (es) mit ihr nicht: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 23. Wer sagt, ein einmal gerechtfertigter Mensch könne nicht mehr sündigen oder die Gnade verlieren, und deshalb sei der, der fällt und sündigt, niemals wahrhaft gerechtfertigt gewesen; oder umgekehrt, er könne im ganzen Leben alle Sünden, auch die verzeihlichen, meiden, wenn nicht aufgrund eines besonderen Vorrechtes von Gott, wie es die Kirche in bezug auf die selige Jungfrau festhält: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 24. Wer sagt, die empfangene Gerechtigkeit werde durch gute Werke vor Gott nicht bewahrt und auch nicht vermehrt, sondern diese Werke seien lediglich die Früchte und Zeichen der erlangten Rechtfertigung, nicht auch die Ursache ihrer Vermehrung: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 25. Wer sagt, der Gerechte sündige in jedem guten Werke wenigstens verzeihlich oder (was noch unerträglicher ist) tödlich, und verdiene deswegen ewige Strafen; und er werde nur deshalb nicht verurteilt, weil Gott diese Werke nicht zur Verurteilung anrechnet; der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 26. Wer sagt, die Gerechten dürften für ihre guten Werke, die in Gott getan wurden, keine ewige Entgeltung von Gott durch seine Barmherzigkeit und das Verdienst Jesu Christi erwarten und erhoffen, wenn sie im guten Tun und in der Bewahrung der göttlichen Gebote bis ans Ende ausgeharrt haben: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 27. Wer sagt, es gebe keine Todsünde außer dem Unglauben, oder man verliere die einmal empfangene Gnade durch keine andere noch so schwere und große Sünde außer dem Unglauben: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 28. Wer sagt, wenn die Gnade durch die Sünde verloren ist, werde immer zugleich auch der Glaube verloren; oder der Glaube, der zurückbleibt, sei kein wahrer Glaube, wenn er auch nicht lebendig ist; oder wer den Glauben ohne Liebe hat, der sei kein Christ: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 29. Wer sagt, der nach der Taufe Gefallene könne nicht durch Gottes Gnade wiederaufstehen; oder er könne zwar die verlorene Gerechtigkeit wiedererlangen, aber allein durch den Glauben, ohne das Sakrament der Buße, wie es die heilige Römische und allgemeine Kirche, von Christus, dem Herrn, und seinen Aposteln belehrt, bis zu diesem Zeitpunkt verkündet, bewahrt und gelehrt hat: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 30. Wer sagt, jedem reuigen Sünder werde nach Empfang der Rechtfertigungsgnade so die Schuld vergeben und die Strafwürdigkeit für die ewige Strafe getilgt, daß keine Strafwürdigkeit für eine zeitliche Strafe übrig bleibt, die entweder in dieser Zeit oder künftig im Reinigungsort zu bezahlen ist, bevor der Zutritt zum Himmelreich offenstehen kann: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 31. Wer sagt, der Gerechtfertigte sündige, wenn er im Blick auf den ewigen Lohn gut handelt: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 32. Wer sagt, die guten Werke des gerechtfertigten Menschen seien so Gaben Gottes, daß sie nicht auch die guten Verdienste des Gerechtfertigten selbst sind; oder der Gerechtfertigte erlange mit den guten Werken, die von ihm durch Gottes Gnade und das Verdienst Jesu Christi (dessen lebendiges Glied er ist) getan werden, in Wahrheit nicht die Vermehrung der Gnade, das ewige Leben und (sofern er nur in der Gnade gestorben ist) den Eintritt in dieses ewige Leben, wie auch die Vermehrung der Herrlichkeit: der sei mit dem Anathema belegt.
Kan. 33. Wer sagt, durch diese katholische Lehre über die Rechtfertigung, die vom heiligen Konzil in diesem vorliegenden Dekret formuliert wurde, werde in irgendeiner Hinsicht der Ehre Gottes oder den Verdiensten unseres Herrn Jesus Christus Abbruch getan, und es werde nicht vielmehr die Wahrheit unseres Glaubens und schließlich die Ehre Gottes und Christi Jesu ins Licht gesetzt: der sei mit dem Anathema belegt.
Konzil von Trien, 6. Sitzung, 13. Januar 1547: Dekret über die Rechtfertigung - Kanones (DH 1551-1583)
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Evolution und Urknall...
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| * |
Der Papst hat sich über gewisse naturwissenschaftliche Themen geäußert, und die Medien greifen es zuweilen übermäßig begeistert auf. Endlich ein aufgeklärter Papst!
Die Wahrheit ist natürlich weit weniger aufregend, denn das Lehramt der Kirche hat seit 1950, nämlich seit der Enzyklika Humani Generis von Pius XII., die Kompatibilität des Gedankens der biologischen Evolution mit dem Schöpfungsglauben durchaus anerkennt. Auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. haben sich in dieser Richtung sehr unzweideutig geäußert.
Was die Urknalltheorie betrifft: Diese stammt von einem katholischen Priester (und Astrophysiker) und wurde anfangs von einigen Wissenschaftlern aus genau dem Grund abgelehnt, weil sie zu sehr an jüdisch-christliche Schöpfungsvorstellungen erinnerte...
Es gibt also keinen Grund für eine Schlagzeile. *gähn*
* kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung die kurz nach dem Big Bang entstand (klick).
Dienstag, 28. Oktober 2014
Exorzisten und wir
»Exorzisten, in ihrem besonderen Dienst, den sie in Gemeinschaft mit ihren Bischöfen ausüben, manifestieren die Liebe und die Wärme der Kirche für diejenigen, die wegen der Werke des Bösen leiden.«
So Papst Franziskus neulich (hier) in einem Brief an die "Associazione internazionale esorcisti" (Internationale Exorzistenvereinigung).
Ich erinnere mich noch gut, wie überrascht ich war, als der Papst gleich in seiner allerersten Predigt im Amt vom Teufel sprach. Hätte Benedikt das getan, wären sofort alle über ihn hergefallen, aber bei Franziskus konnte man das schonmal freundlich "übersehen". Doof nur, dass dieser Papst immer wieder damit kommt... kaum eine Woche geht vorbei, in der mal nicht vom Bösen, von Teufel und Satan die Rede ist. Freilich nie prominent, denn dieser ist und bleibt eine zum Scheitern veruerteilte Nebenrolle.
Ich begrüße diese Direktheit des Papstes. Es ist dem Bösen tatsächlich bereits großartig gelungen v.a. die "Gelehrten" (Theologen) von sener Nichtexistenz zu überzeugen. Dieser Papst weigert sich, mit dem Strom zu schwimmen.
Für den Papst, wie für jeden, der den christlichen Glauben und das Zeugnis der Bibel ernst nimmt, ist der Kampf gegen das Böse nichts Fernes oder Mythisches. Es ist etwas sehr Reales. Es ist Teil unseres Glaubens, dass wir in unserem irdischen Leben nicht nur von heiligem Geist inspiriert, sondern auch vom Ungeist versucht werden. Es ist zwar kein Kampf den wir zu gewinnen, kein Feind den wir zu besiegen haben - der Kampf ist gekämpft, der Feind ist besiegt - aber das "Schon und Nochnicht" des Gottesreiches bringt es mit sich, dass nicht alles schon Friede, Freude, Eierkuchen ist. Ambrosius sagt, dass, wer sich Gott anvertraut, den Teufel nicht fürchtet. Fürchten sollen wir ihn also nicht. Aber wachsam sollen wir trotzdem sein (1Petr 5,8)!
Ich habe stets die Gewissenserforschung am Beginn der Komplet als sehr hilfreich empfunden. Komplementär dazu ist eine Vorausschau, wie sie Franz von Sales in seiner Philothea preist, am Morgen eines jeden Tages sehr zu empfehlen.
Auch das ist für den Papst klar (von hier):
»Jesus sagt deutlich, dass die Teufel zurückkehren, immer. Auch am Ende des Lebens, davon gibt er, Jesus, uns ein Beispiel. Und um zu behüten, um wachsam zu sein, dass die Dämonen nicht eintreten, muss man sich zu sammeln wissen, das heißt: in Stille vor sich selbst und vor Gott stehen, und am Ende des Tages sich fragen: ‚Was ist heute in meinem Herzen geschehen? Ist da jemand eingetreten, den ich nicht kenne? Ist der Schlüssel an seinem Platz?’. Und das wird uns helfen, uns vor den vielen Bosheiten zu verteidigen, auch vor jenen, die wir selbst tun können, wenn diese Dämonen eintreten, die so hinterlistig sind und uns am Ende alle betrügen«
Das Christsein garantiert kein Heil. "Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt." (Mt 7,21; 22,14) Ebensowenig ist dem Christen irdisches Glück oder Sorglosigkeit zugesagt, denn "unter Verfolgung" werden die irdischen Güter denen gewährt, die Gott suchen (vgl. Mk 10,30). Die Freude des Christen ist die Freude Christi, die in uns vollkommen werden soll. Sie ist aber keine selbstgenügsame, bequeme Freude, sondern die Freude an Gott, die selbst in der tiefsten Not nicht erlischt. Nichts hasst der Ungeist mehr, als diese Freude an Gott. Wir wissen: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden." (Joh 16,33)
Die Exosziosten der Kirche machen es vielleicht professioneller, aber jeder Einzelne ist dazu aufgerufen, sich dem Ungeist entgegen zu stellen. Die Sakramente (besonders die Beichte) und Sakramentalien, die Übungen der Frömmigkeit (noch ist Rosenkranzmonat!) sind die besten Instrumente, hier wirksam zu werden - für einen selbst und für andere.
Samstag, 25. Oktober 2014
Der obsolete Heilige?
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| CNS/Paul Haring |
»Das alles ist umso prekärer als das Lehramt in den vergangenen Jahrzehnten sehr ausführlich zu den Themen gesprochen hat und sich vor allem Johannes Paul II. mit seiner „Theologie des Leibes“ auch intensiv um die philosophische und theologische Grundlegung der kirchlichen Lehre und Disziplin bemüht hat. Was sagt es dem Katholiken, wenn ein Papst heiliggesprochen wird, das nach eigenem Bekunden zentrale Stück seiner Lehrverkündigung wenige Jahre nach seinem Tod auf einer Bischofssynode aber keinerlei normative Kraft mehr hat? Die Heiligsprechung als Entsorgung auf den Müllhaufen der Geschichte?«
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Evangelium von der Familie
Es scheint paradox: Viele, die sich katholisch schimpfen, meinen, die Morallehre der Kirche habe mit dem Glauben nicht übermäßig viel zutun. Schließlich komme es doch darauf an, sich zu Christus zu bekennen, und nicht zu natürlicher Empfängnisregelung.
Ich erinnere mich zugleich sehr wohl daran, als ich den Katholizismus ausschließlich von außen betrachtete, dass für mich dies klar war: Das Katholischsein geht notwendig einher mit der Akzeptanz einer entsprechenden (von der Kirche gelehrten) Moral.
Wie bezüglich des Glaubens (Theologie im engeren Sinne) die Schriften Joseph Ratzingers den wohl größten Einfluss auf mein Katholischwerden hatten, so hatte der nunmehr heilige Johannes Paul II. solecherlei Einfluss im Hinblick auf die Moral, ergo auf die konkrete Lebensgestaltung. Ich habe stets die Moral als nicht nur den Glauben ergänzend, sondern als notwendig aus ihm folgend angesehen, und ich tue es nach wie vor. (Fällt eine Auswahl nur einzelner Aspekte der Moral eigentlich unter "Häresie"?)
Glücklicherweise habe ich inzwischen einen ganzen Blumenstrauß an Familien in meinem Freundeskreis, in denen danach gelebt wird, und ich bin also aus gutem Grund jeden Tag mehr überzeugt davon.
Ganz selbstverständlich habe ich auf meinem Weg zum Katholizismus nicht nur den Glauben, sondern auch die Moral dieser Kirche so gut als möglich kennengelernt. Wie sollte es jemandem, der am Glauben Interesse zeigt, anders gehen? Gehört zum Glauben nicht immer auch das Handeln? Ich kenne niemanden, der sich irgendwann in seinem Leben bewusst dem Katholizismus zugewendet hat, der sich nicht nach Kräften bemüht, nicht nur das zu glauben, was die Kirche glaubt, sondern auch das in seinem Handeln zu halten, was die Kirche lehrt.
Kleiner Geheimtip: Unter (Spät)Bekehrten und Konvertiten ist das eine Selbstverständlichkeit! Warum also, haben die "Geburtskatholiken" so ein Problem damit? Da stimmt doch was nicht...
Unbegreiflich ist es mir, wie Katholiken, gar geweihte Amtsträger (und ungeweihte Verantwortungsträger), einen Gutteil eben dieser Moral nicht nur aus ihrer Gesinnung ausklammern, sondern regelrecht bis zum Hass bekämpfen können. Ehrlich: Ich bekomme das nicht in meinen Kopf.
Ich verdanke Johannes Paul dem Großen, dessen Gedenktag die Kirche heute feiert, unschätzbar viel. Seine Vision vom Menschen ist nicht nur prophetisch, sie ist großartig. Seine Vision von Ehe und Sexualität im Besoderen sind das wahre "Evangelium von der Familie", das wir heute so nötig haben!
Ich erinnere mich zugleich sehr wohl daran, als ich den Katholizismus ausschließlich von außen betrachtete, dass für mich dies klar war: Das Katholischsein geht notwendig einher mit der Akzeptanz einer entsprechenden (von der Kirche gelehrten) Moral.
Wie bezüglich des Glaubens (Theologie im engeren Sinne) die Schriften Joseph Ratzingers den wohl größten Einfluss auf mein Katholischwerden hatten, so hatte der nunmehr heilige Johannes Paul II. solecherlei Einfluss im Hinblick auf die Moral, ergo auf die konkrete Lebensgestaltung. Ich habe stets die Moral als nicht nur den Glauben ergänzend, sondern als notwendig aus ihm folgend angesehen, und ich tue es nach wie vor. (Fällt eine Auswahl nur einzelner Aspekte der Moral eigentlich unter "Häresie"?)
Glücklicherweise habe ich inzwischen einen ganzen Blumenstrauß an Familien in meinem Freundeskreis, in denen danach gelebt wird, und ich bin also aus gutem Grund jeden Tag mehr überzeugt davon.
Ganz selbstverständlich habe ich auf meinem Weg zum Katholizismus nicht nur den Glauben, sondern auch die Moral dieser Kirche so gut als möglich kennengelernt. Wie sollte es jemandem, der am Glauben Interesse zeigt, anders gehen? Gehört zum Glauben nicht immer auch das Handeln? Ich kenne niemanden, der sich irgendwann in seinem Leben bewusst dem Katholizismus zugewendet hat, der sich nicht nach Kräften bemüht, nicht nur das zu glauben, was die Kirche glaubt, sondern auch das in seinem Handeln zu halten, was die Kirche lehrt.
Kleiner Geheimtip: Unter (Spät)Bekehrten und Konvertiten ist das eine Selbstverständlichkeit! Warum also, haben die "Geburtskatholiken" so ein Problem damit? Da stimmt doch was nicht...
Unbegreiflich ist es mir, wie Katholiken, gar geweihte Amtsträger (und ungeweihte Verantwortungsträger), einen Gutteil eben dieser Moral nicht nur aus ihrer Gesinnung ausklammern, sondern regelrecht bis zum Hass bekämpfen können. Ehrlich: Ich bekomme das nicht in meinen Kopf.
Ich verdanke Johannes Paul dem Großen, dessen Gedenktag die Kirche heute feiert, unschätzbar viel. Seine Vision vom Menschen ist nicht nur prophetisch, sie ist großartig. Seine Vision von Ehe und Sexualität im Besoderen sind das wahre "Evangelium von der Familie", das wir heute so nötig haben!
Heiliger Johannes Paul, bitte für uns.
Samstag, 18. Oktober 2014
Erste Gedanken zur Synode
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| laut twitter: der coolste Bart der Synode |
Ich finde es zugleich großartig, dass sich der Papst völlig zurückgehalten hat, das hat sicher die Freiheit der Debatte sehr befördert. Wie bei der heutigen Pressekonferenz zu vernehmen war, hat der Papst zum Abschluss eine wunderbare Ansprache gehalten (bei der, wiedermal, jeder sein Fett ab gekommt), die hoffentlich bald im Netz zu finden ist.
... Ich hätte jedenfalls nicht gedacht, dass es so eklig wird. Sicher mitverantwortlich ist die grässliche Öffentlichkeitsarbeit und die Geheimhaltung der Interventionen. Die täglichen Pressekonferenzen waren nicht wirklich hilfreich, um sich irgendetwas fundiertes denken zu können... was helfen mir die "Eindrücke" von einer Handvoll Leute, die alle ihre eigene Brille aufhaben? Um so erfreulicher, dass nun doch alles veröffentlicht werden soll.
Die Relatio vom Montag war ein ziemlicher Schuss ins Knie und die dafür Verantwortlichen haben sich selbst, der Synode und der Kirche als ganzer keinen Gefallen getan. Sich selbst: Weil sie entweder dumm, oder hinterhältig, oder beides sind. Wäre ich ihr Boss, würde ich die Kerle rausschmeißen. Der Synode: Weil so enorm viel Zeit und Energie dafür draufging, diesen Fehler zu korrigieren... schade. Der Kirche: Weil nun alle Welt Erwartungen an die Kirche hat, die enttäuscht werden müssen.
Wie tief der Graben zwischen der Relatio (zu Deutsch: Bericht! was für eine Farce) und der tatsächlichen "Stimmung" der versammelten Bischöfe war, dokumentieren die über 400 Änderungen, die für das Schlussdokument vorgebracht wurden.
Dass nach dem Erscheinen der Relatio am Montag für einige bereits das Ende der Welt hereinbrach und zuweilen irgendwelche Visionen der A.-K. Emmerick herangezogen wurden, empfand ich einfach nur als lächerlich. Vor einem "Schisma" wurde da sogar von manchem Fachmann gewarnt. So wenig vertrauen in den Heiligen Geist, der seine Kirche führt? Diese Leute tun der Kirche auch keinen Gefallen.
Und weiter gehts!
Die Botschaft der Synode
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Noi Padri Sinodali riuniti a Roma intorno a Papa Francesco
nell’Assemblea Generale Straordinaria del Sinodo dei Vescovi, ci
rivolgiamo a tutte le famiglie dei diversi continenti e in particolare a
quelle che seguono Cristo Via, Verità e Vita. Manifestiamo la nostra
ammirazione e gratitudine per la testimonianza quotidiana che offrite a
noi e al mondo con la vostra fedeltà, la vostra fede, speranza, e amore.
Anche noi, pastori della Chiesa, siamo nati e cresciuti in una
famiglia con le più diverse storie e vicende. Da sacerdoti e vescovi
abbiamo incontrato e siamo vissuti accanto a famiglie che ci hanno
narrato a parole e ci hanno mostrato in atti una lunga serie di
splendori ma anche di fatiche.
La stessa preparazione di questa assemblea sinodale, a partire dalle
risposte al questionario inviato alle Chiese di tutto il mondo, ci ha
consentito di ascoltare la voce di tante esperienze familiari. Il nostro
dialogo nei giorni del Sinodo ci ha poi reciprocamente arricchito,
aiutandoci a guardare tutta la realtà viva e complessa in cui le
famiglie vivono.
A voi presentiamo le parole di Cristo: «Ecco, sto alla porta e busso.
Se qualcuno ascolta la mia voce e mi apre la porta, io verrò da lui e
cenerò con lui ed egli con me» (Ap 3, 20). Come usava fare
durante i suoi percorsi lungo le strade della Terra Santa, entrando
nelle case dei villaggi, Gesù continua a passare anche oggi per le vie
delle nostre città. Nelle vostre case si sperimentano luci ed ombre,
sfide esaltanti, ma talora anche prove drammatiche. L’oscurità si fa
ancora più fitta fino a diventare tenebra, quando si insinua nel cuore
stesso della famiglia il male e il peccato.
C’è, innanzitutto, la grande sfida della fedeltà nell’amore
coniugale. Indebolimento della fede e dei valori, individualismo,
impoverimento delle relazioni, stress di una frenesia che ignora la
riflessione segnano anche la vita familiare. Si assiste, così, a non
poche crisi matrimoniali, affrontate spesso in modo sbrigativo e senza
il coraggio della pazienza, della verifica, del perdono reciproco, della
riconciliazione e anche del sacrificio. I fallimenti danno, così,
origine a nuove relazioni, nuove coppie, nuove unioni e nuovi matrimoni,
creando situazioni famigliari complesse e problematiche per la scelta
cristiana.
Tra queste sfide vogliamo evocare anche la fatica della stessa
esistenza. Pensiamo alla sofferenza che può apparire in un figlio
diversamente abile, in una malattia grave, nel degrado neurologico della
vecchiaia, nella morte di una persona cara. È ammirevole la fedeltà
generosa di molte famiglie che vivono queste prove con coraggio, fede e
amore, considerandole non come qualcosa che viene strappato o inflitto,
ma come qualcosa che è a loro donato e che esse donano, vedendo Cristo
sofferente in quelle carni malate.
Pensiamo alle difficoltà economiche causate da sistemi perversi, dal
«feticismo del denaro e dalla dittatura di un’economia senza volto e
senza scopo veramente umano» (Evangelii gaudium, 55), che umilia
la dignità delle persone. Pensiamo al padre o alla madre disoccupati,
impotenti di fronte alle necessità anche primarie della loro famiglia, e
ai giovani che si trovano davanti a giornate vuote e senza attesa, e
che possono diventare preda delle deviazioni nella droga o nella
criminalità.
Pensiamo, pure, alla folla delle famiglie povere, a quelle che
s’aggrappano a una barca per raggiungere una meta di sopravvivenza, alle
famiglie profughe che senza speranza migrano nei deserti, a quelle
perseguitate semplicemente per la loro fede e per i loro valori
spirituali e umani, a quelle colpite dalla brutalità delle guerre e
delle oppressioni. Pensiamo anche alle donne che subiscono violenza e
vengono sottoposte allo sfruttamento, alla tratta delle persone, ai
bambini e ragazzi vittime di abusi persino da parte di coloro che
dovevano custodirli e farli crescere nella fiducia e ai membri di tante
famiglie umiliate e in difficoltà. «La cultura del benessere ci
anestetizza e […] tutte queste vite stroncate per mancanza di
possibilità ci sembrano un mero spettacolo che non ci turba in alcun
modo» (Evangelii gaudium, 54). Facciamo appello ai governi e alle
organizzazioni internazionali di promuovere i diritti della famiglia
per il bene comune.
Cristo ha voluto che la sua Chiesa fosse una casa con la porta sempre
aperta nell’accoglienza, senza escludere nessuno. Siamo perciò grati ai
pastori, fedeli e comunità pronti ad accompagnare e a farsi carico
delle lacerazioni interiori e sociali delle coppie e delle famiglie.
* * *
C’è, però, anche la luce che a sera
splende dietro le finestre nelle case delle città, nelle modeste
residenze di periferia o nei villaggi e persino nelle capanne: essa
brilla e riscalda corpi e anime. Questa luce, nella vicenda nuziale dei
coniugi, si accende con l’incontro: è un dono, una grazia che si esprime
– come dice la Genesi (2,18) – quando i due volti sono l’uno "di
fronte" all’altro, in un "aiuto corrispondente", cioè pari e reciproco.
L’amore dell’uomo e della donna ci insegna che ognuno dei due ha
bisogno dell’altro per essere se stesso, pur rimanendo diverso
dall’altro nella sua identità, che si apre e si rivela nel dono
vicendevole. È ciò che esprime in modo suggestivo la donna del Cantico dei Cantici: «Il mio amato è mio e io sono sua… io sono del mio amato e mio amato e mio», (Ct 2,16; 6,3).
L’itinerario, perché questo incontro sia
autentico, inizia col fidanzamento, tempo dell’attesa e della
preparazione. Si attua in pienezza nel sacramento ove Dio pone il suo
suggello, la sua presenza e la sua grazia. Questo cammino conosce anche
la sessualità, la tenerezza, la bellezza, che perdurano anche oltre la
vigoria e la freschezza giovanile. L’amore tende per sua natura ad
essere per sempre, fino a dare la vita per la persona che si ama (cf. Gv
15,13). In questa luce l’amore coniugale, unico e indissolubile,
persiste nonostante le tante difficoltà del limite umano; è uno dei
miracoli più belli, benché sia anche il più comune.
Questo amore si diffonde attraverso la
fecondità e la generatività, che non è solo procreazione, ma anche dono
della vita divina nel battesimo, educazione e catechesi dei figli. È
pure capacità di offrire vita, affetto, valori, un’esperienza possibile
anche a chi non ha potuto generare. Le famiglie che vivono questa
avventura luminosa diventano una testimonianza per tutti, in particolare
per i giovani.
Durante questo cammino, che è talora un
sentiero d’altura, con fatiche e cadute, si ha sempre la presenza e
l’accompagnamento di Dio. La famiglia lo sperimenta nell’affetto e nel
dialogo tra marito e moglie, tra genitori e figli, tra fratelli e
sorelle. Poi lo vive nell’ascoltare insieme la Parola di Dio e nella
preghiera comune, una piccola oasi dello spirito da creare per qualche
momento ogni giorno. C’è quindi l’impegno quotidiano dell’educazione
alla fede e alla vita buona e bella del Vangelo, alla santità. Questo
compito è spesso condiviso ed esercitato con grande affetto e dedizione
anche dai nonni e dalle nonne. Così la famiglia si presenta quale
autentica Chiesa domestica, che si allarga alla famiglia delle famiglie
che è la comunità ecclesiale. I coniugi cristiani sono poi chiamati a
diventare maestri nella fede e nell’amore anche per le giovani coppie.
C’è, poi, un’altra espressione della
comunione fraterna ed è quella della carità, del dono, della vicinanza
agli ultimi, agli emarginati, ai poveri, alle persone sole, malate,
straniere, alle altre famiglie in crisi, consapevoli della parola del
Signore: «C’è più gioia nel dare che nel ricevere» (At 20,35). È
un dono di beni, di compagnia, di amore e di misericordia, e anche una
testimonianza di verità, di luce, di senso della vita.
Il vertice che raccoglie e riassume
tutti i fili della comunione con Dio e col prossimo è l’Eucaristia
domenicale, quando con tutta la Chiesa la famiglia si siede alla mensa
col Signore. Egli si dona a tutti noi, pellegrini nella storia verso la
meta dell’incontro ultimo quando «Cristo sarà tutto in tutti» (Col
3,11). Per questo, nella prima tappa del nostro cammino sinodale,
abbiamo riflettuto sull’accompagnamento pastorale e sull’accesso ai
sacramenti dei divorziati risposati.
Noi Padri Sinodali vi chiediamo di
camminare con noi verso il prossimo sinodo. Su di voi aleggia la
presenza della famiglia di Gesù, Maria e Giuseppe nella loro modesta
casa. Anche noi, unendoci alla Famiglia di Nazaret, eleviamo al Padre di
tutti la nostra invocazione per le famiglie della terra:
Padre, dona a tutte le famiglie la presenza di sposi forti e saggi, che siano sorgente di una famiglia libera e unita.
Padre, dona ai genitori di avere una casa dove vivere in pace con la loro famiglia.Padre, dona ai figli di essere segno di fiducia e di speranza e ai giovani il coraggio dell’impegno stabile e fedele.Padre, dona a tutti di poter guadagnare il pane con le loro mani, di gustare la serenità dello spirito e di tener viva la fiaccola della fede anche nel tempo dell’oscurità.
Padre, dona a noi tutti di veder fiorire una Chiesa sempre più fedele e credibile, una città giusta e umana, un mondo che ami la verità, la giustizia e la misericordia.
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