Dienstag, 1. Januar 2013

Mater Dei


Ave Maria gratia plena Dominus tecum.
Benedicta tu in mulieribus
et benedictus Fructus ventris tui Iesus.
Sancta Maria mater Dei
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.

Montag, 31. Dezember 2012

Unschuld


Ein Katholik ist ein Mensch, der als Egoist beschimpft wird, weil er sich für das Lebensrecht eines ihm fremden Menschen einsetzt.

Samstag, 29. Dezember 2012

Ist es "designt"?

Marc Chagall - Der Spaziergang (1917)
Beim letzten Mal habe ich in dieser kleinen Serie gezeigt, dass Intelligent Design nichts anderes ist als handelsüblicher Kreationismus, da die Behauptungen die gleichen sind, nur weniger offensichtlich: Hier wie dort wird eine creatio ex nihilo einzelner Naturelemente behauptet, welche naturwissenschaftlich widerlegt ist, da wir wissen wie "nichtreduzierbar komplexe" Systeme entstehen und wir für die vorgeblichen Beispiele solcher Komplexität (weniger "komplexe") funktionierende Vorgänger- und Subsysteme in der Natur finden. Nichtreduzierbare Komplexität, die in der (tatsächlich wissenschaftlichen) Biologie ein System in seinem gegenwärtigen Zustand beschreibt und keine Aussagen über seine Entstehung beinhaltet, gehört überdies sogar zu den Vorhersagen einer Evolutionstheorie der natürlichen Auslese.
Nachdem nun also ID als naturwissenshaftlicher Nonsens entlarvt ist, möchte ich mich diesmal mit den philosophischen Schwierigkeiten des Konzepts befassen.


Die zentrale Aussage, die ein Verfechter des Intelliegnt Design über das Objekt seiner Untersuchungen trifft lautet: Es sieht "designt" aus. (Also wurde es design. Von einem Designer.)
Diese Aussage ist in höchstem maße bedenklich.
Warum ist es so falsch zu sagen, etwas sehe „intelligent designt“ aus und daraus zu folgern, dass es auch intelligent designt wurde? 
Weil dem die Annahme zugrunde liegt, ein intelligentes Etwas müsse es designt haben! Das was bewiesen werden soll, muss für das Argument bereits vorrausgesetzt werden; die Schlussfolgerung wird an den Anfang der Überlegung gestellt!
 

Beispiel: 
Kreationisten sagen: "If there is a creation, there has to be a creator!"
ID Vertreter sagen: "If there is design, there has to be a designer!" Fällt was auf (abgesehen davon, dass "design" und "creation" beliebig austauschbar sind)?

Wie stelle ich eine Frage an ein Phänomen, das ich mittels Naturwissenschaft ergründen will?

Wenn die Prämisse lautet: "Hier haben wir eine Schöpfung", ist die Frage "Wo kommt sie her?" umgehend beantwortet: "...von einem Schöpfer".
Wenn die Prämisse lautet: "Hier haben wir Design", ist die Frage "Wo kommt es her?" auch umgehend beantwortet: "...von einem Designer".
Wenn die Prämisse lautet: "Hier haben wir einen echten Chagall", ist die Frage "Wo kommt er her?" wiederum umgehend beantwortet: "...von Marc Chagall".


Dies ist keine wissenschaftlich Fragestellung, weil das Gesuchte bereits in der Prämisse steckt. Schöpfung ist per Definition etwas Geschöpftes (Geschaffenes), Design ist per Definition etwas Designtes und Chagalls Ölgemälde sind per Definition von Marc Chagall gemalt.


Manchmal verschärfen diese Leute die Falschheit ihrer "Forschung" noch, indem sie ganz konkret fragen "Who created/designed it?". Offensichtlicher kann man eine Schlussfolgerung garnicht in die Frage packen: hier wird als Verursachendes sogar eine Personalität vorrausgesetzt, etwas das kein Naturwissenschaftler je tun würde, sucht er doch nach natürlichen Ursachen (für natürliche Phänomene)! Solch eine Fragestellung schränkt nämlich automatisch das Feld der möglichen Antworten dramatisch ein: es bleibt faktisch nur eine Antwort übrig... "God did it!"

Der Naturwissenschaftler fragt indes so: "Hier haben wir etwas: wie kam es dazu, was ist der Grund dafür?" Jetzt kann das Forschen losgehen. Diese Frage enthält keinerlei fragwürdige Prämissen und nimmt keine mögliche Schlussfolgerung vorweg.
 

Es sei angemerkt, dass die Aussage "es sieht designt aus" nicht das eigentliche Problem ist, denn das denken die meisten Biologen bei vielen Dingen auch. Jedoch wird dieses Attribut von Naturwissenschaftlern erst nach dem Frageprozess gegebenenfalls angewendet, um zu verdeutlichen wie gut beispielsweise die Füße des Kamels an das Laufen auf lockerem Sandboden angepasst sind (sie sind sehr breit, nach dem selben Prinzip wie Schneeschuhe). Diese Konstatierung, hier läge "ein ausgefeiltes Design (der Evolution)" vor, ist aber eher ein Ausdruck von Bewunderung gegenüber dem aktuellen (gut angepassten, funktionalen oder schönen) Zustand und keine Aussage über die Entstehung. Die Frage ist zudem, was damit gemeint ist: heißt das, etwas ist gut geeignet für seine Funktion, etwa die Hände zum greifen? Die meisten Biologen sprechen eben auch von "Design", und sie meinen eines "von unten": ein natürlicher Prozess (der zuvor erforscht wurde) der eine Anpassung an die jeweiligen Notwendigkeiten in der Weise einer Entwicklung bewirkt, namentlich: Evolution. Ist der Prozess erforscht der dafür verantwortlich ist, wird zuweilen das Attribut "Design" angewendet; nicht vorher! Somit fällt auch ein möglicher "Designer" aus dem Feld, denn der Entstehungsprozess wurde, wie gesagt, vorher erforscht.

Der Fehler der Kreationisten ist, das "Angepasstsein" biologischer Strukturen (was, wie schon oft wiederholt, eine Naturnotwendigkeit alles Lebendigen ist) zu anthropomorphisieren: Sie sagen, dass wir Menschen ja ständig Gegenstände (z.B. Werkzeuge) "intelligent designen" um bestimmte Zwecke zu erfüllen, somit muss das "Design" in der Natur gleichfalls von einer Intelligenz entworfen/ausgeführt worden sein. 

Hier kommt Ockhams Rasiermesser zum Zuge: was ist plausibler: dass ein natürlicher Prozess der Veränderung und Selektion, dessen Funktionsweise wir beobachten, verstehen und testen können und dessen Kenntnis uns bereits viele Vorhersagen machen lässt um so beispielsweise Krankheiten zu behandeln, durch graduelle Anpassung an konkrete Bedingungen und Anforderungen eine hohe Funktionalität von bestimmtes Strukturen hervorbringt; oder, dass eine nicht näher bekannte, per Definition nicht ergründbare (weil übernatürliche) "Intelligenz" auf eine nicht bekannte Art und Weise auf unbekannter Ebene irgendwie in die natürlichen Prozesse eingreift um irgendetwas zu tun (und dies zu wiederholen, sobald sich die Umweltbedingungen und Anforderungen ändern; was sie de facto ständig tun)? Die Behauptung der Kreationisten ist, mit einem Wort, außergewöhnlich. Außergewöhnliche Behauptungen benötigen nun aber auch außergewöhnliche Belege... diese fehlen jedoch völlig.

Dass wir Menschen Werkzeuge für bestimmte Funktionen "designen", wissen wir, weil wir diesen Vorgang beobachten und sogar selbst erlernen können! Eine Intelligenz, die mächtig genug ist, ein ganzes Universum zu erschaffen, haben wir bisher noch nicht bei ihrem Tun beobachtet und wir haben auch keine Möglichkeit, dieses Handwerk zu erlernen.
Oder anders: Es wird oft mit einem simplen suggestiven Trick versucht, leute für die Idee des ID zu gewinnen: Wenn du ein Auto siehst oder eine Uhr am Strand findest oder ein Gemälde im Wald hängen siehst, dann denkst du doch auch nicht, dass es "natürlich entstanden" ist, sondern du weißt instinktiv, dass hier ein Designer (in dem fall ein Mensch) am Werk war. Nun schau dir mal dieses komplexe Flagellum an!
Und an sich ist diese Aussage richtig. Wir wissen, dass Autos, Uhren und Gemälde von einer "Intelligenz", einem Handwerker oder Maler hergestellt werden, weil, nochmal, wir diese Prozesse beobachten können und wir sogar selbst Autos, Uhren und Gemälde herstellen können!
Von diesem offensichtlichen Faktum abgesehen, fehlen allen diesen Beispielen jedoch auch alle Eigenschaften, die es biologischen Organismen erlauben, sich im Laufe der Zeit zu entwickeln: Weder Autos, noch Uhren, noch Gemälde sind lebendig. Sie haben keine Gene die Veränderungen unterliegen, sie reproduzieren sich nicht und rekombinieren nicht ihr Erbmaterial... in einem Wort: Sie erfahren keine Evolution. Hier liegt ein fundamenatler Kategorienfehler vor.


Was ist eigentlich "Design"?
Nun wird ja oft die "nichtreduzierbare Komplexität" als "Designargument" vorgebracht. Warum eigentlich? Warum sollen ausgerechnet diese komplexen Strukturen an Hinweis auf "intelligentes Design" sein?
Denkt man das mal durch, fällt etwas erstaunliches auf: Komplexität ist eigentlich gar kein Indiz für Design. Im Gegenteil: große Komplexität ist oftmals gerade kein Ziel von Design. Eine gute Maschine ist die, die möglichst wenige komplexe (störanfällige!) Mechanismen enthält, die also möglichst simpel einen Zweck erfüllen kann. Sind also vielleicht gerade die weniger komplexen Strukturen ein Anzeichen für Design? Wieso nicht? Jeder kennt doch die "Designermöbel" die so unglaublich schlicht und klinisch daherkommen. Ist ein Hocker nur ein einfacher weißer Würfel, nennt man das Design.
Was ist Design?
Alles kann Design sein! Jede Struktur, sei sie simpel oder komplex oder irgendwas dazwischen, kann Design sein... Warum sollte irgendetwas kein Design sein? Hat der Designer nur bestimmte Strukturen bis zu einem vorher festgelegten Komplexitätsgrad "designt" und die übrigen nicht? Woher kommen diese dann? Welcher Grad an Komplexität ist die Grenze? Warum? Ist alles Design? Ist nichts Design?
Tatsächlich ist die Behauptung von intelligentem Design eine Antwort auf alles und nichts. Von allem ließe sich behaupten, dass es designt sei... und jedesmal ist der erklärende Gehalt exakt 0 (ausgeschrieben: Null).
Das gesamte Konzept von "Intelligent Design" erklärt nichts. Nada. Zip. Zero. Zilch. Rien. Nothing.

"Design" ist eine Projektion. Es ist eine "Wertung", ein Urteil, ein Gefühl, ein Eindruck.
Unser Gehirn verfügt über Fähigkeiten zur Mustererkennung. Darum suchen wir Menschen instinktiv nach Mustern und Zusammenhängen in der Natur. Das ist sehr wichtig um z.B. bei der Jagd zu wissen, wie die Beute reagiert, um unsere Artgenossen zu erkennen oder um zu Wissen, wie man ein Tier am besten erlegen und zerteilen kann. Wir suchen Muster in der Welt um in ihr zurecht zu kommen; jedoch ist nicht jedes Muster tatsächlich objektiv vorhanden, geschweige denn "absichtlich platziert". In manchen Phänomenen finden wir Muster, in manchen nicht (z.B. weil es zu komplex ist). Ein gutes Beispiel sind die Sterne: was wir als Sternbilder kennen, existiert nicht... es sind Sterne die, von der Erde aus betrachtet!, mit viel Phantasie als Eckpunkte für Kreaturen und Gegenstände imaginiert werden... mit zufällig platzierten Punkten auf einem Blatt Papier kann man das gleiche Spielchen machen.

Einem Phänomen oder einer Struktur "Design" zuzusprechen ist ein Urteil. Es ist aber ein Urteil das immer von Subjekten kommt und immer subjektiv bleiben muss. In seiner "Kritik der Urteilskraft" befasst sich Immanuel Kant im Grunde genau mit diesem Problem und er erteilt den Intelligent Design-Vertretern eine schallende Absage: Alleine schon das Urteil, etwas sei zweckmäßig (z.B. das Auge) ist nicht objektiv. Es ist vielmehr ein subjektives Urteil, das keinerlei Anspruich auf Obejtktivität besitzt. Die Aussage, etwas sei "designt", ist noch weit abgehobener und hat demnach nichts mit der Wirklichkeit zutun (denn, siehe oben: was ist Design? Woran erkennt man es?), sondern ist nur ein subjektives Urteil, bestenfalls ein Ergebnis von Mustererkennung.

Subjektive Urteile mögen im Nachhinein zum Ausdruck gebracht werden (s.o.), aber sie helfen nicht bei der naturwissenschaftlichen Erforschung und sie können erst recht nicht als Prämisse fungieren.

Todesstrafe?

Die Berichterstattung von kath.net enttäuscht, was die angebliche Forderung der Todesstrafe für den Papst durch den grazer Musikwisseschaftler Richard Parncutt betrifft, völlig. Und er Wirbel darum scheint mir so sinnfrei.

Zunächstmal: Parncutts Meinungsäußerung auf der offiziellen Homepage der Universität hat die, wie er sagt "Globale Erwärmung" zum Thema, nicht den Papst und AIDS: für die Leugner dieser schlägt er die Todesstrafe vor. Und zwar darum, weil die Leugnung das Abwenden negativer Folgen verhindert und so wohmöglich Millionen Opfer fordert, etwa durch durch Trockenheit verursachte Hungersnöte, Überschwemmungen und andere Umweltkatastrophen. Womit er m.E. Recht hat (also mit den Folgen, die die politische Obstruktion haben wird). Parncutt kommt in seinem Text in einem Absatz auf den Papst und das Kondom zu sprechen, da hier seiner Ansicht nach in ählicher Weise eine Politik zum Tod Unschuldiger führen werde (und bereits geführt hat). Der Hinweis von kath.net, Parncutt hätte die Todesstrafe für Leugner der "globalen Erwärmung" "schon einmal" gefordert zeigt nur, dass der verantwortliche Redakteurt von kath.net den Originaltext offenbar nicht kennt.

Hier ist der ganze Absatz in dem Parncutt über den Papst schwadroniert: 
»That raises the interesting question of whether and how the Pope and his closest advisers should be punished for their consistent stand against contraception in the form of condoms. It has been clear for decades that condoms are the best way to slow the spread of AIDS, which has so far claimed 30 million innocent lives. The number of people dying of AIDS would have been much smaller if the Catholic Church had changed its position on contraception in the 1980s, or any time since then. Because it did not, millions have died unnecessarily. There is a clear causal relationship between the Vatican's continuing active discouragement of the use of condoms and the spead of AIDS, especially in Africa. We are talking about millions of deaths, so according to the principle I have proposed, the Pope and perhaps some of his closest advisers should be sentenced to death. I am talking about the current Pope, because his continuing refusal to make a significant change to the church's position on contraception will certainly result in millions of further unnecessary deaths from AIDS in the future. Since many of these deaths could be prevented relatively easily simply by changing the position of the Catholic church, which incidentally is one of the most influential political powers in Africa and elsewhere, we are talking about something remarkably similar to premeditated mass murder. Not the same, because the church does not want the affected people to die. But the numbers of people involved are so enormous that at some level it doesn't matter any more whether the murder is premeditated or not. The position of the church is presumably also racist: if those dying from AIDS were not predominately black, the church would presumably have changed its position on ontraception long ago. Just imagine 30 million white people dying from AIDS in Europe or North America, and you will see what I mean.«

Weiter: Dass sich hier ein Musikwissenschaftler über das globale Klima auslässt ist an sich schon ein guter Grund, sein Gefasel einfach zu ignorieren... Wenn eine neue Autobahnrücke über den Rhein gebaut wird, konsultiert man ja auch nicht den Bäcker im Ort. Hallo? Hier äußert sich ein MUSIKWISSENSCHAFTLER über ein Thema wozu abertausende Wissenschaftler seit Jahrzehnten intensiv in so vielen Fachgebeiten forschen, dass ich sie kaum alle aufzählen kann... Ohne die feineren Teildisziplinen zu nennen, kommen dabei v.a. die Folgenden in Betracht: In den atmosphärischen und physikalischen Wissenschaften: Klimatologie, Meteorologie, Atmosphärenphysik, Atmosphärenchemie, Solarphysik, historische Klimatologie. In den Geowissenschaften: Geophysik, Geochemie, Geologie, Bodenkunde, Ozeanographie, Glaziologie, Palaeoklimatologie, Paläoökologie. Im Bereich der Biologie: Ökologie, synthetische Biologie, Biochemie, Biogeographie, Ökophysiologie, ökologische Genetik. Und was Mathematik und Computerwissenschaften angeht, seien diese genannt: angewandte Mathematik, Modelltheorie, scientific computing, mathematische und Bayessche Statistik, Zeitreihenanalyse.

Und hier kommt nun ein MUSIKWISSENSCHAFTLER daher, und stellt Behauptungen auf... Wie inkompetent er bei diesem Thema ist, erhellt bereits aus der simplen Tatsache, dass er ständig von "globaler Erwärmung" ("Global Warming") spricht... Wissenshaftler tun das seit Jahrzehnten nicht mehr, da der Klimawandel (die korrekte Bezeichnung dessen, worum es geht) viel komplexere Auswirkungen haben wird, inklusive sinkender Temperaturen in manchen Erdteilen, etwa in Mitteleuropa.

Ok, da wir also festgestellt haben, dass sich hier ein in  den betreffenden Wissenschaften inkompetenter Mensch mit seiner Privatmeinung vergalloppiert - was war das noch mit dem Papst?

Also erstens hat Parncutt nicht die Todesstrafe für den Papst gefordert: Er hat seine abstrusen Ideen etwas weiter gesponnen, ein weiteres ihm wissenschaftlich völlig fremdes Gebiet betreten und seine These darauf angewandt ("That raises the interesting question of whether and how the Pope and his closest advisers should be punished"). Das ist beileibe nicht das gleiche wie die Forderung nach der Todesstrafe für den Papst, so hirnrissig es auch ist.  Zweitens wäre auch dieses ganze Trara egal gewesen, denn, wieder: Es handelt sich hier um einen Musikwissenschaftler! Der Mann ist kein Anthropologe, Soziologe, Ethnologe, Afrikanist, Theologe, Philosoph oder Völkerrechtler... er ist kein kein Ökonom, kein Virologe, kein Mediziner oder Sexualwissenschaftler... nichtmal ein Politiker oder gar Jurist.
Parncutt ist Musikwissenschaftler, er hat mit keinem Wissenschaftsgebiet, das in irgendeinem Zusammenhang mit dem von ihm Geäußerten steht, eine wissenschaftliche Ausbildung und ist folglich nicht qualifiziert professionelle Äußerungen in diese Richtung zu tätigen. Jeder der sich ein wenig mit der katholischen Morallehre und der tatsächlichen Situation in Afrika auskennt weiß, wie bescheuert Parncutts Äußerungen sind. (Jobo hat netterweise dazu alles Wesentliche hier zusammengestellt.)

Mag er also als Privatmann behaupten was er will: Es bleibt seine Meinung, wie dumm und dreist sie auch sein mag. Und sie ist den Wind nicht wert, der darum gemacht wird. So wenig wie das gedöns irgendeiner Gruppe von Jugendlichen, die das gleiche fordern wie er... Ich war vor meiner Begegnung mit der Katholischen Kirche selber mal in so einer Clique, die sich bis hin zu "Todesdrohungen" über den "alten verkappten Mittelalterlichen" in Rom aufgeregt hat. Es ist bedeutungslos.

Das Einzige, was man hier als "Skandal" werten könnte ist, dass dieser Mensch fahrlässig genug war, seine Meinung auf der Uniseite zu publizieren, statt es am Stammtisch zu belassen. Und ich bin ehrlich gesagt froh, dass es an der Uni keinen Zensor gibt, der schaut ob dort auch alles mit rechten Dingen zugeht. Wichtig bleibt der Hinweis, der ganz unten auf der betreffenden Seite zu lesen ist: "The opinions expressed on this page are the personal opinions of the author. I thank John Sloboda for suggestions, and further suggestions are welcome." Und mehr ist es nicht. Wenn jemand die Homepage seines Arbeitgebers für sein wirres Stammtischgefasel nutzen will, sei ihm das unbenommen... mit den dienstrechtlichen Konsequenzen muss er dann aber auch klarkommen.

Inzwischen kriescht Parncutt zu Kreuze, wenn es unter der Internetadresse seines Pamphletes (das übrigens mindestens seit Oktober online war und noch als Cache bei Google zu finden ist) nunmehr heißt:
"I wish to apologize publicly to all those who were offended by texts that were previously posted at this address. I made claims that were incorrect and comparisons that were completely inappropriate, which I deeply regret. I alone am entirely responsible for the content of those texts, which I hereby withdraw in their entirety."

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in christlicher Gesinnung glaube ich ihm und wünsche ihm für die Zukunft das Beste (inklusive das Wiederfinden akademischer Bescheidenheit: Schuster, bleib bei deinem Leisten)!

Freitag, 28. Dezember 2012

Notiz: Leiblichkeit

Beim Stöbern in der Blogozese stieß ich eben auf einen Link zu einer typischen Ranke-Heinemann-Entblödung über die angebliche Schrecklichkeit der katholischen Sexuallehre (die Verbitterung dieser Frau spottet jeder Beschreibung)... und ich besann mich sogleich glücklich und zufrieden auf eine (sehr grundlegende) Passage aus der Theologie des Leibes des seligen JPII:


»Die Offenbarung und gleichzeitig Entdeckung der ursprünglichen "bräutlichen" Bedeutung des Leibes besteht darin, daß der Mensch, als Mann und Frau, in der ganzen Wirklichkeit und Wahrheit seines Leibes und Geschlechts ("sie waren nackt") und zugleich im totalen Freisein von jeglichem körperlichen und sexuellen Zwang dargestellt wird. Das scheint die Nacktheit der Stammeltern zu bezeugen, die völlig frei von Scham waren. Man darf sagen, daß die beiden - aus der göttlichen Liebe erschaffen, das heißt in ihrem Sein mit Männlichkeit bzw. Weiblichkeit ausgestattet - "nackt" sind, weil sie selbst frei sind in der Freiheit des Sich-Schenkens. Diese Freiheit liegt ja gerade der bräutlichen Bedeutung des Leibes zugrunde. Der menschliche Körper mit seiner Geschlechtlichkeit, seiner Männlichkeit und Weiblichkeit, ist, vom Geheimnis der Schöpfung her gesehen, nicht nur Quelle der Fruchtbarkeit und Fortpflanzung wie in der gesamten Naturordnung, sondern umfaßt von "Anfang" an auch die Eigenschaft des "Bräutlichen", d. h. die Fähigkeit, der Liebe, Ausdruck zu geben: jener Liebe in welcher der Mensch als Person Geschenk wird und - durch dieses Geschenk - den eigentlichen Sinn seines Seins und seiner Existenz verwirklicht. Wir erinnern hier an den Text des letzten Konzils, in dem es heißt, daß der Mensch in der sichtbaren Welt das einzige von Gott "um seiner selbst willen gewollte" Geschöpf ist und wo hinzugefügt wird, daß dieser Mensch "sich nur durch die aufrichtige Selbsthingabe wirklich finden kann".«
(Katechese vom 16.01.1980)

Kindermord

Kindermord zu Betlehem (aus der Leive-Bibel)
An alle Menschen mit Verantwortung (Quelle):

»... a very disturbed man with a rifle gunned down 26 souls in cold blood. Do not deceive yourself into thinking that such reprehensible violence is truly shocking to us in America, or that we haven't the ability to stomach it, look the other way, and even justify it. We can, and we do it every day.

We simply prefer our violence cloaked in the disguise of "rights" and "reproductive freedom". Call it something other than what it really is, and suddenly it's not an abhorrent crime - it's a thing worthy of celebration and defense.

Every one of those 26 souls murdered in Newtown began their human life in the womb. The deaths of every tiny soul murdered in the womb are just as tragic as the little ones killed in Newtown. It's just that their deaths don't make the headlines, and the photos of their tiny faces aren't showered with affectionate tears.

Yet they are human beings, ALL. They are our children, ALL. Not only do we not protect them from harm, we gladly send them to be slaughtered and inflict the harm ourselves.«

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Seriöses Fernsehen

Die Aufregung um eine ZDF Sendung, die alle Bundesbürger, natürlich ganz seriös, über die "Fakten" von Weihnachten belehren wollte (wie jedes Jahr!), finde ich ehrlich gesagt ziemlich müßig und überzogen. 

Was erwartet man denn anderes? 

Da die Mehrheit der Exegeten ihre Hypothesen und Prämissen ("Es gibt keine Wunder" etc.) in Büchern und Vorlesungen als Fakten verkaufen, muss der öffentlich rechtliche Rundfunk das natürlich auch tun. Es bleibt dem ZDF garnichts anderes übrig, selbst wenn da jemand etwas anderes gewollt hätte... Wäre etwas anderes verkauft worden als diese "Fakten", dann könnten wir jetzt den Aufschrei der "Fachwelt" bestaunen und der Sender würde sich peinlich berührt womöglich sogar noch zu einer "Richtigstellung" durchringen...

Selbst wenn man nur (und das ist nun wirklich Fakt!) erwähnt hätte, dass es sich bei alledem nur um Hypothesen handelt (etwa die Nichtgeburt in Betlehem), und dass die Sache mit "es gab keine Jungfrauengeburt" in Wirklichkeit eine Prämisse, und nicht etwas Ergebnis irgendwelchen Wissenschaftstreibens ist, hätte das ZDF in der öffentlichen Wahrnehmung (vermittels der medialen Replik der "Fachgelehrten") seine Seriösität preisgegeben.

Wir wissen doch längst, nicht erst seit Weltbild, dass alles andere nurmehr unter "Märchen" abgeheftet werden darf... Das kann man bemängeln und man darf sich empören, aber es ändert nichts.
Der Rundfunk kann nicht anders, als sich an das zu halten, was gängig ist. Die veröffentlichte Meinung erhält sich selbst am Leben. Es geht dabei nicht um Einschaltquoten, sondern um den Mainstream an und für sich, sei es nun der "wissenschaftliche" oder der mediale.

Alles was "droben" ist, alles was nicht kausal oder irgendwie "anstößig" oder fordernd erscheint, was mit Gottes Wirk-lichkeit zutun hat, wird ausgeblendet... wer dem nicht nachkommt geriet in die Märchen- oder Fundieecke und das kann sich ein Sender wie das ZDF nicht leisten.
Den Gläubigen bleibt das Gebet und die Gewissheit...


»Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. « (1Joh 1,1f)

Wenn überhaupt, dann ist ein positives Zeugnis gefordert. Aufregung und Widerspruch gegen den Mainstream wird schwerlich etwas nützen.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Die Predigt des Stephanus

An sich schätze ich unsere Leseordnung. Ihr größtes Manko ist freilich, dass nicht selten entscheidende Passagen weggekürzt wurde...
Heute, am Fest des Erzmärtyrers Stepahnus wird in der Lesung zwar berichtet, dass Stepahnus predigte und dass er für seine Predigt gesteinig wurde, aber klammheimlich wird die Predigt selber, wegen der er das Martyrium erlitt!, unterschlagen. Diese wunderbare Predigt sei hiermit nachgeliefert (Apg 7,2-53):



»Brüder und Väter, hört mich an! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien lebte, ehe er sich in Haran niederließ, und sagte zu ihm: Zieh weg aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und geh in das Land, das ich dir zeigen werde. Da zog er aus dem Land der Chaldäer fort und ließ sich in Haran nieder. Von dort ließ Gott ihn nach dem Tod seines Vaters in dieses Land übersiedeln, in dem ihr jetzt wohnt. Er hat ihm darin kein Erbteil gegeben, auch nicht einen Fußbreit, doch hat er verheißen, das Land ihm und seinen Nachkommen zum Besitz zu geben, obwohl er kinderlos war. So sprach Gott: Seine Nachkommen werden als Fremde in einem Land wohnen, das ihnen nicht gehört; und man wird sie zu Sklaven machen und sie vierhundert Jahre lang hart behandeln. Aber auch über das Volk, dem sie als Sklaven dienen, werde ich Gericht halten, sprach Gott, und nachher werden sie ausziehen und mich an diesem Ort verehren. Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. So wurde Abraham der Vater Isaaks und beschnitt ihn am achten Tag, ebenso Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Patriarchen. Die Patriarchen aber waren eifersüchtig auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten; doch Gott war mit ihm. Er rettete ihn aus allen seinen Nöten, schenkte ihm Weisheit und die Gunst des Pharao, des Königs von Ägypten, und er bestellte ihn zum Herrscher über Ägypten und über sein ganzes Haus. Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan und das Elend war groß. Auch unsere Väter hatten keine Nahrung mehr. Als Jakob hörte, dass es in Ägypten Getreide gab, schickte er unsere Väter ein erstes Mal dorthin. Beim zweiten Mal gab Josef sich seinen Brüdern zu erkennen und dem Pharao wurde Josefs Herkunft bekannt. Josef aber ließ seinen Vater Jakob und seine ganze Familie holen: fünfundsiebzig Menschen. So zog Jakob nach Ägypten hinab; und er starb und auch unsere Väter starben. Man brachte sie nach Sichem und bestattete sie in dem Grab, das Abraham von den Söhnen Hamors in Sichem für Silbergeld gekauft hatte.
Als aber die Zeit der Verheißung herankam, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, vermehrte sich das Volk und breitete sich in Ägypten aus, bis ein anderer über Ägypten König wurde, der von Josef nichts wusste. Er ging gegen unser Volk heimtückisch vor und zwang unsere Väter, ihre Kinder auszusetzen; sie sollten nicht am Leben bleiben. In dieser Zeit wurde Mose geboren und Gott hatte Gefallen an ihm. Drei Monate lang wurde er im Haus seines Vaters aufgezogen; als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter des Pharao auf und erzog ihn als ihren Sohn. Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter ausgebildet und er war mächtig in Wort und Tat. Als er vierzig Jahre alt war, reifte in ihm der Gedanke, nach seinen Brüdern, den Söhnen Israels, zu sehen. Und als er sah, wie einem von ihnen Unrecht geschah, kam er dem Unterdrückten zu Hilfe und rächte ihn, indem er den Ägypter erschlug. Er dachte, seine Brüder würden begreifen, dass Gott ihnen durch seine Hand Rettung bringen wolle; doch sie begriffen es nicht. Am folgenden Tag kam er dazu, wie sie sich stritten; er versuchte, sie auszusöhnen und Frieden zu stiften, und sagte: Männer, ihr seid doch Brüder. Warum tut ihr einander Unrecht? Der Mann aber, der seinem Nächsten Unrecht getan hatte, stieß ihn weg und sagte: Wer hat dich zum Anführer und Schiedsrichter über uns bestellt? Willst du mich etwa umbringen, wie du gestern den Ägypter umgebracht hast? Daraufhin floh Mose und hielt sich als Fremder in Midian auf; dort wurden ihm zwei Söhne geboren. Als vierzig Jahre vergangen waren, erschien ihm in der Wüste beim Berg Sinai ein Engel im Feuer eines brennenden Dornbusches. Als Mose die Erscheinung sah, wunderte er sich darüber. Er ging näher hin, um sie genauer zu betrachten. Da ertönte die Stimme des Herrn: Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Mose begann zu zittern und wagte nicht hinzusehen. Da sagte der Herr zu ihm: Zieh deine Schuhe aus! Denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und seine Klage gehört. Ich bin herabgestiegen, um sie zu retten. Und jetzt geh, ich sende dich nach Ägypten. Diesen Mose, den sie verleugnet hatten mit den Worten: Wer hat dich zum Anführer und Schiedsrichter bestellt?, ihn hat Gott als Anführer und Befreier gesandt durch die Hand des Engels, der ihm im Dornbusch erschien. Dieser Mose hat sie herausgeführt, indem er Zeichen und Wunder tat in Ägypten und im Roten Meer und in der Wüste, vierzig Jahre lang. Dies ist der Mose, der zu den Söhnen Israels gesagt hat: Einen Propheten wie mich wird Gott euch aus euren Brüdern erwecken. Dieser stand bei der Versammlung des Volkes in der Wüste zwischen dem Engel, der mit ihm auf dem Berg Sinai redete, und unseren Vätern. Er hat Worte des Lebens empfangen, um sie uns zu geben. Aber unsere Väter wollten sich ihm nicht unterordnen; sie wiesen ihn ab und wandten ihr Herz nach Ägypten zurück. Sie sagten zu Aaron: Mach uns Götter, die vor uns herziehen! Denn dieser Mose, der uns aus Ägypten herausgeführt hat - wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist. Und sie fertigten in jenen Tagen das Standbild eines Kalbes an, brachten dem Götzen Opfer dar und freuten sich über das Werk ihrer Hände. Da wandte sich Gott ab und überließ sie dem Sternenkult, wie es im Buch der Propheten heißt: Habt ihr mir etwa Schlachtopfer und Gaben dargebracht während der vierzig Jahre in der Wüste, ihr vom Haus Israel? Das Zelt des Moloch und den Stern des Gottes Romfa habt ihr herumgetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Darum will ich euch in die Gebiete jenseits von Babylon verbannen.
Unsere Väter hatten in der Wüste das Bundeszelt. So hat Gott es angeordnet; er hat dem Mose befohlen, es nach dem Vorbild zu errichten, das er geschaut hatte. Und unsere Väter haben es übernommen und mitgebracht, als sie unter Josua das Land der Heidenvölker besetzten, die Gott vor den Augen unserer Väter vertrieb, bis zu den Tagen Davids. Dieser fand Gnade vor Gott und bat für das Haus Jakob um ein Zeltheiligtum. Salomo aber baute ihm ein Haus. Doch der Höchste wohnt nicht in dem, was von Menschenhand gemacht ist, wie der Prophet sagt: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus könnt ihr mir bauen?, spricht der Herr. Oder welcher Ort kann mir als Ruhestätte dienen? Hat nicht meine Hand dies alles gemacht?
Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.«

Dienstag, 25. Dezember 2012

Geheimnis der Weihnacht

»Tagtäglich und zu allen Zeiten kommen Gläubige, die über die göttlichen Geheimnisse nachdenken, auf die Geburt unseres Herrn und Erlösers aus einer Jungfrau bleibenden Mutter, so daß eine Seele, die sich zum Bekenntnisse ihres Schöpfers erhebt, mag dies nun in flehentlichen Bitten oder in heißen Dankgebeten oder bei der Darbringung des Opfers sein, nichts häufiger, nichts vertrauensvoller zum Gegenstande innerlicher Betrachtung macht, als die Tatsache, daß Gott, der Sohn Gottes, der von gleich ewigem Vater erzeugt wurde, auch als Mensch zur Welt kam. Allein kein Tag legt und diese im Himmel und auf Erden anbetungswürdige Geburt mehr ans Herz als der heutige. [...] Heute ging der Schöpfer der Welt aus jungfräulichem Schoße hervor. Heute wurde jener, der allem Lebenden das Dasein gab, der Sohn derjenigen, die er erschaffen hatte. Heute erschien das Wort Gottes mit unserem Fleische umkleidet und begann jenes Wesen, das niemals menschlichem Auge sichtbar war, sogar mit den Händen greifbar zu werden. 
[...]
Groß ist, Geliebteste, das Geheimnis dieses Geschenkes, und die Gnade, daß Gott den Menschen Sohn nennt und der Mensch Gott als Vater anspricht, übertrifft alle Gaben. Ersieht und erkennt man doch aus diesen Bezeichnungen, wie unsere Liebe sein muß, um sich einer so hohen Ehre würdig zu machen.«

(Auszug aus Leo des Großen Sermo XXVI)

Montag, 24. Dezember 2012